Bericht über die Zeit ab 1900
 
Besonders zu würdigen ist, Bürgermeister Kaspar Kaifer, welcher mit seinen Gemeindeabgeordneten schon im Jahre 1908 "damals gegen große Vorurteile" eine zentrale Wasserversorgung für Rechbergreuthen erbaut hat. Dieses Wasserwerk funktioniert bis heute und liefert den Einwohnern von Rechbergreuthen ein nach modernen Maßstäben gesundheitlich einwandfreies Wasser.
1920 wurde der Ort mit Strom versorgt.
Seit der Gebietsreform im Jahr 1972 bildet Rechbergreuthen zusammen mit Waldkirch und Winterbach die Gemeinde Winterbach, deren heutiger Bürgermeister Josef Schieferle ist. Die ortsansässige Schule löste sich bereits im Jahr 1970 auf und die Kinder gingen zunächst nach Waldkirch und nach deren Auflösung nach Dürrlauingen bzw. nach Burgau zum Unterricht.
Als Bürgermeister waren seit 1900 tätig:
 
1888-1912Kaifer Kaspar
1912-1919März Johann
1919-1933Brenner Albert( Neuwirt)
1933Schwab Josef ( Rottmeister)
1933-1945Weishaupt Josef(unterer Wirt)
1945-1946Hahn Josef ( beim Hahn)
1946-1952Dauner Dominikus(oberer Schmugger
1952-1972Ulrich Fritz ( beim Vogt)
 
Eine weitere wichtige Persönlichkeit des Ortes Rechbergreuthen war der zuletzt am Ort amtierende Pfarrer Emanuel Weckerle. Er wurde nicht nur als Seelsorger geschätzt, sondern auch seiner medizinischen Kenntnisse und Fähigkeiten wegen. Von 1921 bis 1953 wirkte er als Pfarrer , Dorf-Doktor, Zahnarzt und wenn nötig auch als Vieh-Doktor. Zur Zeit wird Rechbergreuthen von Glött aus , durch Herrn Pfarrer Dischl betreut. Nicht vergessen werden darf Fritz Ulrich der von 1952 - 1980 als Bürgermeister tätig war. Seiner Liebe zur Heimat und dem Denkmal ist es zu verdanken, daß der Ort Rechbergreuthen unter Ensembleschutz steht und somit in seiner Grundanordnung erhalten blieb. Einer der gesellschaftlichen Höhepunkte des Ortes war wohl das Heimatfest der Rechberger mit Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 1969.
 
Stolz sind die Rechbergreuther auch darauf, daß sie bei dem Wettbewerb des Landkreises Günzburg" Unser Dorf soll schöner werden " im Jahr 1992 den 1.Platz belegten. Auch bei der Bezirksauswahl 1994 nahm der Ort mit großem Erfolg teil. Das Brauchtum und Kultur gepflegt werden, zeigt auch das jährliche Aufstellen des Maibaumes bei dem rege getanzt und musiziert wird.
 
 
Autor: Elfriede Weigelt, © Copyright by